Im Mittelalter konnte sich jeder, egal welchen Standes, Geschlechts, Alters oder Berufes auf Pilgerfahrt begeben und man kann davon ausgehen, dass jeder mindestens einmal zu einem näher oder weiter gelegenen Heiligtum pilgerte. Im Hochmittelalter handelte es sich um Bitt- und Dankpilgerfahrten, die freiwillig unternommen wurden und um verordnete Buß- und Strafpilgerfahrten, oder um Pilgerfahrten um ein Gelübde zu erfüllen. Die drei großen Fernpilgerzentren, "peregrinationes maiores", waren (sind) Jerusalem, Rom (Gräber der Apostel Petrus und Paulus) und Santiago de Compostella (Grab des Apostel Jakobus). Santiago als Pilgerstätte nahm ab dem 10.Jhrdt. überregionale Bedeutung an und wurde ab Mitte des 12.Jhrdts Ziel der Massen.
Zu Anfang kleidete man sich einfach reisetauglich, was je nach Geldbeutel anders aussehen konnte. Mit der Zeit entwickelte sich jedoch eine regelrechte Pilgertracht. Die Kennzeichen des Pilgers waren: